Dienstag, 20. Oktober 2009

Australische Eindrücke

So, auch wenn ich noch ganz fertig bin mit dem Fotos sortieren, fange ich mal mit meinem Urlaubsbericht an:

Anfangen werde ich mit einem kurzen Überblick über die Reiseroute. Wie der Bericht danach weiter geht weiß ich noch nicht. Freitags abends ging es von Melbourne nach Darwin von dort ging es zu einer mehrtägigen Tour in den Kakadu National Park. Anschließend habe ich noch eine Tagestour in den Litchfield National Park gemacht. Vom hohen Norden Australiens ging es dann weiter über Alice Springs in das Red Centre und von da dann ein paar Tage später wieder nach Melbourne.
Warum das Red Centre Red Centre heißt.

Dabei ist es unter der Oberfläche weiß!

Ich glaube, dieser Bericht wird keine detaillierte Reiseroute beinhalten, er wird eher meine Eindrücke und Beobachtungen wiedergeben. Wer genau wissen will wo ich wann was gemacht habe, darf sich gerne melden.

Gleich bei der Ankunft merkt man sobald man aus dem Flugzeug tritt, dass man in einer anderen Klimazone angekommen ist. Wenn man im regnerischen Melbourne bei 15°C ins Flugzeug einsteigt und bei 27°C und einer hohen Luftfeuchtigkeit um 2Uhr nachts aussteigt, ist das schon ein ziemlicher Unterschied. Hier ist mir das erstemal so richtig klar geworden, wie groß Australien eigentlich ist. Um sich die Entfernung mal klar zu machen: Die Strecke Melbourne-Darwin ist etwas größer wie die die Zwischen Köln und Timbuktu! Und da hat man ja auch unterschiedliche Klimazonen.
Neben der Größe ist mir ein paar Tage später auch die enorme Weite des Landes eindrucksvoll vermittelt worden. Das Red Centre ist einfach fast menschenleer, soweit das Auge reicht ausgedörrtes Land. (Aber für eine Wüste erstaunlich viele Pflanzen.) Selbst Alice Springs hat nur gute 21000 Einwohner. Und das ist die größte Siedlung im Umkreis von ca. 1300km.
Wenn man sich mal die Bevölkerungsverteilung in Australien anschaut bleibt auch nicht mehr viel für die Mitte übrig: Insgesamt hat Australien ca. 21,5 Millionen Einwohner. Fast 90% davon leben in Städten. Da bleibt für die restliche riesige Fläche nicht mehr viel übrig. So sind es von Alice Springs bis zum Uluru ungefähr 400km und dabei kommt man nur an einer Kamelfarm, einem Road House und einer Rinderfarm vorbei. Diese Rinderfarm hatte die Größe des Saarlandes (2500km²) und hat gerade mal für 2500 Rinder Nahrung geboten...
Weite.

Weiter ist mir in den Northern Terrory aufgefallen, dass es neben dem allgemeinem australischen Nationalstolz (Im Supermarkt gibt es 'Diced Tomatos' und die etwas teureren 'Australian Diced Tomatos') einen ziemlichen Lokalpatriotismus in Form von T-Shirts, Sprüchen und Co. Sie feiern sich als die harten, der Natur trotzenden Menschen. Und mit dieser Einstellung vermarkten sie sich auch.

Einen ganz anderen Eindruck bekommt man von den Aborigines. Anders als in Melbourne sind sie in Darwin und noch viel mehr in Alice und dem Red Centre präsent. Allerdings immer, bis auf sehr wenige Ausnahmen, am Rand der Gesellschaft. In den Städten sieht man sie hauptsächlich in der Nähe von den großen Supermärkten oder dort in den Einkaufsstraßen, wo sie versuchen ihre Kunst zu verkaufen.
Am Uluru gab es ein Kulturzentrum mit angeschlossener Galerie. In dieser Galerie waren auch ein paar Aborigines, die gemalt haben. Befremdlich fand ich an dieser Galerie, dass nicht nur die Bilder eine Beschreibung sonder auch die Künstler. So als ob sie auch nur Ausstellungsstück sind.
Das Kulturzentrum selbst fand ich sehr uninformativ. Aber das ist wohl der Kultur selbst geschuldet. Eine Kultur in der das Wissen und Geheimnisse nur an initiierte Mitglieder weiter gegeben wird und die sonstige Verbreitung der Kultur sehr restriktiv behandelt, macht es schwer eine aussagekräftige Ausstellung zu machen. Gleichtzeitig glaube ich, dass es für viele Menschen schwer ist ein kulturelles Gebot (zum Beispiel das Besteigen des Ulurus) zu respektieren, wenn sie keine Begründung dafür bekommen.
Tafel am Aufstieg zum Uluru.

So das war es jetzt erstmal, aber es kommt noch mehr. Ich denke, ich werde noch etwas zu Erwartung und Realität, Alkohol, Vokabular (wenn mir noch genug einfällt) und Tierwelt schreiben. Ach ja und ein paar mehr Fotos wird es auch geben!

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