Mittwoch, 28. Oktober 2009

Wie es wirklich war...

So, dann geht es mal weiter mit dem Reisebericht. Und es geht los mit einem angekündigtem Thema: Erwartung und Realität. Hört sich doch schon mal wichtig an, oder? Anfangen werde ich aber mit etwas ziemlich trivialem: Im Kakadu National Park sah es nicht so aus wie ich es erwartet hatte. Man hört immer und überall, dass es im Norden von Australien viel regnet und es feucht ist. Vor meinen inneren Augen habe ich einen Regenwald gesehen, voller Leben und komischen Getier. Vielleicht ein wenig so wie hier auf dem Bild in der Nähe der Maguk Falls:
Es gab also Orte die meinen Vorstellungen zu einem großen Teil entsprachen. Den größten Teil der Landschaft machen aber völlig andere Biotope aus. Denn es regnet zwar viel in der Gegend um Darwin, allerdings nur ein halbes Jahr lang und das reicht dann nicht für einen flächendeckenden Regenwald.
Man unterscheidet prinzipiell zwei Biotope:
Die Wetlands, hier Yellow Waters, ein Paradies für Vögel und Krokodile

Die Drylands, ein Paradies für Termiten

Große Flächen der Drylands werden in der Wet Season meterhoch überschwemmt. Auch etwas was mir sehr surreal vorgekommen ist. Man steht in einer staubtrockenen Landschaft. Das einzige Wasser in der Nähe ist der Schweißauf der eigenen Haut. Und das soll unter Wasser stehen? Schwer vorzustellen. Wenn man dann aber die riesigen, ausgetrockneten Wasserfälle und Flussbette sieht in denen keine Felsblöcke liegen, die kleiner als ein paar Kubikmeter sind, wird einem doch klar, welche Wassermassen da vom Himmel fallen müssen.
Die Twin Falls am Ende der Dry Season

Genau umgekehrt erging es mir im Red Centre. Hier gab es mehr Vegetation wie ich erwartet hätte. Mein Bild von einer Wüste mit weiten sandigen Ebenen oder glutheißen Geröllfeldern wurde schnell um ein weiteres ergänzt:
Verdorrt, aber vorhanden: Pflanzen

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