Sonntag, 10. Mai 2009

Wohnungssuche

Ich war erfolgreich bei der Wohnungssuche! Aber dazu später mehr. Erstmal kommt die Suche.

Nach dem ich hier angekommen bin, habe ich mich auf die Suche nach einem Zimmer gemacht und einschlägige Seiten im Internet konsultiert. Anzeigen raussuchen, Telefonnummern aufschreiben, Anrufen! Beim Anrufen gab es eigentlich recht wenig Probleme. Ich habe nur zwei Personen nicht verstanden, aber nach dem Tonfall und den Bruchstücken, die ich deuten konnte, hat es sich auch nur um Absagen gehandelt. Bei den Telefonaten ohne Kommunikationsschwierigkeiten habe ich dann auch ein paar Termine ausgemacht:

1. Versuch:
Ich sollte an einer Haltestelle abgeholt werden. Was auch mit ca. 30 min Verspätung und einem Telefonat zwischendurch passiert ist. Nach einem Spaziergang von 20 Minuten bleibt er vor einem Haus stehen. 1. Stockwerk, Veranda voll mit aufgeweichten Kartons. Naja, mal sehen wie es von Innen aussieht. Ähnlich. Kaum Möbel, Boden aufgerissen, Küche dreckig, keine Heizung, Risse in den Wänden. Ich könnte einen Tag später die WG auf vier Koreanern um Europäer erweitern...

Versuch 2 und 3 waren nicht wirklich spannend, sondern einmal einfach nur dreckig und das andere mal doch zu weit weg von der Arbeit.

4. Versuch:
Wieder lag ein Weg von ca. 25 min von einer Haltestelle aus hinter mir bevor ich vor dem Haus stand. Das sah von Außen ganz in Ordnung aus. Also erstmal klingeln. Man hört ein Kratzen und Scharren aus dem Haus und es wird geöffnet. Vor mir steht eine beleibte Dame die an zwei Krücken geht und ein vollgekleckertes T-Shirt an hat. Höflich Grüßen, man weiß ja nie was noch kommt. Ich mache einen Schritt in das Haus und werde förmlich von BHs, Negligés, Strappsen, Korsagen und allen anderen Arten von Dessous erschlagen. "Ich verkaufe die im Internet." war die Erklärung auf meinen wohl doch etwas überraschten Gesichtsausdruck.
Nach dem sich die Frau auf dem sehr zentral stehenden Sofa niedergelassen hat, dirigiert sich mich in alle Ecken des Hauses, die ich mir angucken soll. Das Zimmer war völlig in Ordnung, bis auf die Risse in der Wand, der Abwesenheit einer Heizung und dem ratten-großem Hund, der unter dem Bett hervorgeschossen kam als ich das Zimmer betreten habe.
Nachdem mir die Dame dann noch lang und breit ihr Lebensgeschichte erzählt hat, ich erfahren habe, dass sie seit 12 Monaten auf eine Operation wartet und wohl in 4 Monaten einen Termin hat, hab ich ich mich dann verabschiedet. Hund, Entfernung, Reizwäsche... Auf zum nächsten Termin!

5. Versuch:
Schon nach 4 Minuten Weg von der Haltestelle (von wo auch der Zug zur Arbeit fährt) aus stehe ich vor einem durchschnittlichem Haus. Ich werde von einer Frau in den Vierzigern durchs Haus geführt. Alles relativ alt, aber sauber. Das Zimmer ist möbliert mit einem großen Bett, Schreibtisch, Stuhl, Regal und ganz wichtig einem Radiator! Bettwäsche und Handtücher alles dabei. Einziger Nachteil das Zimmer hat neben den obligatorischen Rissen in den Wänden nur ein Fenster in der Decke. In der WG wohnen neben der Frau, die auch die Hausbesitzerin ist, noch ein 18 jähriger, der gerade ausgezogen ist und jetzt studiert, eine junge Frau und ein Zimmer ist im Moment leer, aber ab Montag vergeben ist.

Ich habe mich nach kurzen überlegen für den fünften Versuch entschieden. Und bin da heute eingezogen.

Die Risse, die ich in allen Häusern gesehen habe, sind wohl auf die Bauweise zurückzuführen. Eine Mauer aus Backsteinen und fertig. Isolierung gibt es nicht. Also bleiben Dehnungsrisse wohl nicht aus...

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